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Als außergewöhnlich wertvoller bronzezeitlicher Fund darf der 1953 in der Nähe von Buch am Südhang des Brentenbergs gefundene "Ezelsdorf-Bucher Goldkegel" gelten. Es handelt sich um einen Goldgegenstand, dessen Alter man auf 3500 Jahre schätzt und der ein sehr seltenes und besonders schönes Stück darstellt. Es ist wesentlich schöner in der reichen Ornamentik wie die beiden bereits früher entdeckten ähnlichen Gegenstände, die in Avanton (Frankreich) und in Schifferstadt in der Pfalz gefunden wurden und die im Pariser Louvre und in München aufbewahrt sind.

Bei dem Bucher Fund (gefunden auf dem Anwesen der Familie Holzammer "Gasthof-Pension Goldene Krone") wurde einwandfrei festgestellt, dass es sich um eine Arbeit aus dem fränkischen Raum handeln kann. Er wurde wahrscheinlich vergraben und geriet später in Vergessenheit. Die Wissenschaftler verweisen ihn aufgrund seiner betont geometrischen Ornamentik in den nordischen Kulturkreis und nehmen die frühe Bronzezeit als Zeitpunkt seines Entstehens an. (Der Südliche Kulturkreis bevorzugte naturalistische Motive.)
Man vermutet, dass es sich um die Goldumkleidung eines kultischen Gegenstandes handelt, wofür auch die hutförmige, sich geschwungen nach oben verjüngende und in einem Strahlenkranz auslaufende Form spricht. Das leichte Gewicht von nur 400g deutet auch auf die Verwendung als Sonnenpriesterhut hin - mit der beachtlichen Höhe von 75cm und mit 123 getriebenen, vornehmlichen radzeichenähnlichen Ornamenten.
Der Umstand, dass der Gegenstand aus nur einem Stück getrieben wurde, stellt eindrucksvoll die handwerklichen Fähigkeiten des damaligen Goldschmieds unter Beweis.

Der wissenschaftliche Wert in der Vorgeschichtsforschung ist wohl kaum schätzbar. Der Fund gehört zu den wichtigsten Zeugen der mitteleuropäischen Vorgeschichte und wird in der frühgeschichtlichen Abteilung des Germanischen Museums dauerhaft ausgestellt. Eine etwas verkleinerte Nachbildung des Goldhuts findet man in der nahe gelegenen Burg und deren Heimatmuseum in Burgthann.
Ein inzwischen sehr gut beschilderter geschichtlicher Lehrpfad führt zu dem etwa 1 km außerhalb Buchs gelegenen Fundort auf halber Höhe des Brentenberges.